Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die jungen Schweizer Armando Stöhr/ Jonathan Fiol wirklich die Besten der Besten im heurigen Rennwinter sein sollten, dann erbrachte diesen das Abschlussrennen in Ramsau am Dachstein. Die beiden St. Moritzer ließen auch in der Höhle des Löwen nichts anbrennen und sicherten sich mit dem zweiten Platz in der Tageswertung souverän den Gewinn des Gesamtklassementes.
Der Tagessieg ging an Klaus Jehle/Andreas Tatschl. Für die beiden Arlberger stellte der Erfolg irgendwie ein Debüt dar, irgendwie aber auch nicht: Erstmals stand Andreas Tatschl zuoberst am Podest - Klaus Jehle war dies aber mit seinem ehemaligen Partner Patrik Walter bereits bei der Weltmeisterschaft 2010 gelungen.
Hans-Peter Steiner und Horst Simonlehner gaben ihren Rücktritt bekannt. Für ihre Verdienste um den Synchro Ski-Sport erhielten die "Ramsaurier" Erinnerungsgeschenke aus den Händen der SSA-Vertreter. Die größten Erfolge von Steiner/Simonlehner auf einem Blick:
· Vize-WM 1999
· Vize-WM 2000
· Vize-WM 2002
· Weltmeister und Gesamtweltcupsieger 2008/09
· Weltmeister und Gesamtweltcupsieger 2010/11
· Gesamtweltcupsieger 2011/2012
Für die drei schweizer Teams war die WM in Samnaun die Heimweltmeisterschaft, welche sie auch weidlich ausnützten: Andrè Riesen/ Pirmin Riesen (Davos) beendeten in eindrucks-voller Manier ihren Negativlauf und Armando Stöhr/Jonathan Fiol bestätigten ihren Erfolg von Zagreb. Die St. Moritzer bauten mit dem zweiten Platz die Weltcupführung aus. Bronze sicherten sich Nik Niedermoser und Andi Huber (Tirol). Die beiden Stubaier feierten damit den bisher größten Erfolg ihrer Karriere.
Dieses Rennen am Sljeme (Zagreb) wird aufgrund der Umstände in die Geschichte eingehen. Fand es doch unter äußerst widrigsten Verhältnissen statt. Die Palette reichte von Blitzen über einen Stromausfall, schlechte Sicht und von Pistengeräten durchtrennten Anzeigetafelkabeln. Gerade in Anbetracht dieser Dinge ist daher allen Beteiligten höchstes Lob auszusprechen. Das beginnt bei den Athleten, die tolle Leistungen boten, und endet beim OK-Team, das auch total durchnässt um jeden einzelnen Lauf fightete. Wie zum Hohn klarte das Wetter zur Preisverteilung auf.
Zum Sportlichen: Vergangene Woche Zweite - diesmal wieder auf dem Podest. Die Gebrüder Grünauer (A) konservierten ihre tolle Form und siegten im kleinen Finale über das Team Simonlehner/Steiner (A). Vergangene Woche Dritte, diesmal zuoberst am Podest: Jonathan Fiol/ Armando Stöhr, die beiden blutjungen Schweizer aus St. Moritz, feierten ihren ersten vollen Weltcuperfolg. Immer besser in Schwung kommen auch Klaus Jehle/Andreas Tatschl. Die beiden Arlberger sprangen diesmal auf Platz 2.
Steiner/Simonlehner schlagen nach Auftaktschlappe zurück und siegen am Patscherkofel
Beim Auftaktrennen der Saison war es den beiden Dominatoren der Vorjahre, Steiner/ Simonlehner, nicht nach Wunsch gelaufen. Anders beim zweiten Rennen der Saison, jenem auf dem Patscherkofel bei Innsbruck. Am Olympiaberg untermauerten die beiden Steirer ihre Anwartschaft auf einen weiteren Spitzenplatz in der Gesamtweltcupwertung und wehrten dabei auch den Angriff der jungen Wilden ab. Vor allem díe beiden blutjungen St. Moritzer-Teams zeigten diesmal stark auf. Ebenfalls gut in Form: die Grünauer-Brothers und Niedermoser/Huber bei ihrem Heimrennen.
Das Ergebnis:
1. Steiner/Simonlehner (A - Stmk)
2. Grünauer/Grünauer (A - Tirol)
3. Stöhr/Fiol (CH)
4. Niedermoser/Huber (A - Tirol)
5. Perner/Bachler (A - Stmk)
6. Fiegl/Pult (A - Tirol)
7. Luminatti/Zeller (CH)
8. Jehle/Taschl (A - Tirol/Ktn)
9. Riesen/Riesen (CH)
10. Walter/Kleinhans (A - Tirol)
Fazit: Die Dichte ist größer geworden, von den ersten 10 Teams ist jedes mittlerweile für einen Sieg gut. Dass auch Newcomer durchaus gleich einmal ein gewichtiges Wörtchen mitrenden können, zeigt der elfte Platz der "Rookies of the Day", Bätz/Walch. Ebenfalls erwähnenswert: Der Sprung des Damenteams Kleinhans/Zangerl auf Platz 16 der Gesamtwertung.
Wie schon beim Saisonfinale in Ramsau am Dachstein waren auch beim Saisonauftakt Roland Bachler/Markus Perner eine Klasse für sich. Die beiden Steirer holten sich beim ersten Rennen der Saison in Lermoos im Tiroler Außerfern den Sieg in relativ souveräner Manier. Sie erarbeiteten sich damit auch eine hervorragende Ausgangsposition für den Rest der Saison. Bachler/Perner waren als Dritte aus der Qualifikation hervorgegangen, konnten aber als eines der wenigen Teams eine konstante Leistung über den kompletten Renntag abliefern.
Als überraschend kann der zweite Rang von Patrik Walter/Sandro Kleinhans (l.) bezeichnet werden. Die beiden Paznauner, vergangenes Jahr noch mit einem jeweils anderen Partner unterwegs, harmonierten auf Anhieb prächtig. Am dritten Platz setzten sich die amtierenden Weltmeister Arno Pult/Daniel Fiegl fest. Somit war das Podium diesmal fest in öster-reichischer Hand.
Die Ergebnisse im Detail: