Synchro Ski World Cup 2010/2011

Analyse des Rennens in Samnaun

Es gibt Dinge, die sind schwer zu erklären. Eines davon ist das Mysterium des Musella. Der Samnauner Hang scheint auf Beständigkeit abzufahren. Das war schon immer so und wird wohl auch noch eine Weile so bleiben.

 

Werfen wir einen Blick zurück in die Vergangenheit - in die Ära 1 des Synchro Ski World Cups. Damals gab es lediglich zwei Teams, die hier in den fünf Austragungen erfolgreich blieben: Jan & André Kindschi aus Davos/CH (`98 und `99) sowie die beiden Lokalmatadoren Marco & Christian Hangl (`97, `00 und `01).

 

Verwundert es da, dass nach dem Erfolg von Steiner/Simonlehner im Vorjahr auch heuer wieder die selben handelnden Personen zuoberst am Podest standen? Irgendwie nicht. Denn, der Musella scheint - wie gesagt - ein Faible für Beständigkeit zu haben. 

 

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber gleichzeitig, dass ab sofort die Karten erst recht neu gemischt werden. Mit Kappl und Lermoos stehen nun nämlich neue Austragungsorte auf dem Programm...

 

Und wer weiß, vielleicht tragen sich bald neue Teams in die (neuen) Siegerlisten ein? Eine Mannschaft von den Jungen, die immer stärker werden? Eine von den Newcomern, die Blut geleckt haben?

 

Bemerkenswert war freilich auch das Auftreten des Damenteams. Die österreichisch-englische Paarung schlug sich beim Debüt beachtlich und lässt ebenso für die Zukunft hoffen.

 

Und eines ist auch klar: Egal ob Traditionshang oder neuer, die Spannung steigt von Mal zu Mal. Diesmal war`s noch was für die Arrivierten. Wie sagte doch Hans-Peter Steiner nach dem Rennen keuchend? "Das schwerste Rennen der vergangenen 15 Jahre."  Tja, der Musella ist nun einmal kein Lercherlschas.